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Top Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh, die man gesehen haben sollte

Phnom Penh ist mit ihren 1,5 Millionen Einwohnern die quirlige Hauptstadt des Königreichs Kambodscha. Am Zusammenfluss der Flüsse Mekong und Tonle Sap gelegen, versprüht sie verglichen mit anderen asiatischen Metropolen an manchen Stellen noch einen ländlichen Charme. Der kambodschanischen Hauptstadt mangelt es nicht an Sehenswürdigkeiten. Das Khmer-Reich, die Kolonialzeit und die Herrschaft der Roten Khmer haben ihre Spuren in dieser spannenden und sich rasend schnell verändernden Stadt hinterlassen.

Anreise und Verkehr vor Ort

Von Bangkok aus ist Phnom Penh mit verschiedenen Airlines wie Air Asia, Bangkok Airways oder Thai Airways in 70 Minuten Flugzeit zu erreichen und eignet sich hervorragend als Ziel für einen Kurz- oder Wochenendtrip. Der Phnom Penh International Airport befindet sich etwa 9km außerhalb des Zentrums. Die Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt liegen sehr nah beieinander und lassen sich am besten zu Fuß entdecken. Ansonsten sind TukTuks, Fahrrad-Rikschas und das Motorrad-Taxi die klassischen Fortbewegungsmittel. Die Preise werden vorher ausgehandelt und bezahlt wird nach Beendigung der Fahrt. Nachts sollten Touristen keinesfalls alleine zu Fuß unterwegs sein. Für weitere Strecken außerhalb der Stadt empfiehlt es sich, ein Taxi zu nehmen. Wer gerne einen Ausflug mit dem Taxi unternehmen möchte, sollte zuvor eine Tagespauschale mit dem Fahrer aushandeln.

Der Königspalast in Phnom Penh

Hauptsehenswürdigkeit in Phnom Penh ist der Königspalast im siamesischen Stil. Er wurde im Jahre 1813 fertiggestellt. Da es sich um den offiziellen Sitz des kambodschanischen Königshauses handelt, kann nur ein Teil des Palastes besichtigt werden. Unter anderem ist die Thronhalle für die Öffentlichkeit zugänglich. Ihre Turmspitze ist 59m hoch und mit beeindruckenden Bayon-Gesichtern dekoriert. Das Innere der Thronhalle ist mit Wandgemälden geschmückt, die Szenen aus dem indischen Heldenmythos Ramayana darstellen.

Der Königspalast in Phnom Penh

Der Königspalast in Phnom Penh ©TK

Die Silberpagode in Phnom Penh

Auf dem Areal des Königspalastes befindet sich auch die 1892 unter König Norodom errichtete Silberpagode. Der Boden des Tempels ist mit 5 Tonnen Silber ausgelegt und die Wände sind aus italienischem Marmor. Eine goldene Buddhastatue, aus 90 kg Gold und mit 2086 Diamanten bestückt, bildet den Mittelpunkt des Tempels.

Das National Museum

Das National Museum ist in einem wunderschönen Terrakotta-Gebäude im Khmer-Stil untergebracht. Es beherbergt mehr als 5.000 wertvolle Plastiken und Steinreliefs aus der Angkor-Zeit.

Wat Phnom

Der sehenswerte Wat Phnom Daun Penh ist Namensgeber der Stadt. Der Tempel wird auch Hill Temple genannt, da er auf einem 27m hohen Hügel thront. Errichtet wurde der Wat Phnom im Jahre 1373, um fünf Buddhastauen unterzubringen, die auf dem Mekong River in einem Baumstamm dahin trieben bis eine wohlhabende Witwe diese rettete. Die Parkanlage rund um den Tempel eignet sich gut für eine Verschnaufpause. Eine Horde Affen, die auf dem Hügel lebt, sorgt für Unterhaltung.

Wat Ounalom

Der Wat Ounalom in der Nähe des Nationalmuseums ist das buddhistische Zentrum in Kambodscha. Eine Augenbraue Buddhas ("Ounalom") soll hier aufbewahrt werden. Die Tempelanlage wurde bereits 1443 gegründet, durch das Regime der Roten Khmer schwer beschädigt und inzwischen wieder renoviert. Der höchste buddhistische Mönch des Landes residiert im Wat Ounalom. Der Tempel ist ein Ort der Stille in der lebendigen Innenstadt.

Völkermordmuseum Tuol Sleng und die Killing Fields

Mit einem kurzen, aber sehr dunklen Kapitel in Kambodschas Geschichte befasst sich das Toul Sleng Genocide Museum, das in einem ehemaligen Gefängnis in der südlichen Innenstadt untergebracht ist. Zwischen 1975 und 1978 herrschte in Kambodscha das bestialische Khmer Rouge Regime unter dem Diktator Pol Pot. Das Regime ließ 1975 eine Schule in eine Haftanstalt umbauen, das "Gefängnis S-21". Etwa 20.000 Männer, Frauen und Kinder wurden in dem Gebäude unter grausamen Bedingungen gefangen gehalten, gefoltert, zum Tode verurteilt und dann zu den 15km von der Innenstadt entfernten Killing Fields of Choeung Ek zur Hinrichtung abtransportiert. Die Hingerichteten wurden in Massengräbern beigesetzt. Im Zentrum der Killing Fields befindet sich als Mahnmal eine 17-stöckige Glas-Stupa, in der 8.000 Schädel aufgetürmt sind. Sie wurden alle aus den Massengräbern ausgegraben. Das Museum und die Killing Fields sind Denkmäler aus einer grausamen Zeit. Die Besichtigung ist trotz der schockierenden Fotos und Ausstellungsstücke (zum Beispiel werden Folterinstrumente gezeigt) empfehlenswert, um die Situation des heutigen Kambodschas zu verstehen. Allerdings sind das Toul Sleng Genocide Museum und die Killing Fields nicht für Kinder und besonders empfindliche Gemüter geeignet.

Unabhängigkeitsdenkmal

Auf der Kreuzung des Norodom Boulevard und des Sihanouk Boulevard befindet sich das Independence Monument im Zentrum der Stadt. Es wurde 1958 zum Gedenken an die in 1953 erlangte Unabhängigkeit Kambodschas von Frankreich errichtet. Das Denkmal ist dem Hauptturm des Angkor Wat Tempels nachempfunden.

Sisowath Quay

Auf der Flusspromenade, dem Sisowath Quay, kann man auf einem breiten Fußgängerweg am Ufer des Tonle Sap entlang spazieren. Am Nachmittag bevölkern die Einheimischen die Promenade - eine tolle Gelegenheit für Besucher, in das kambodschanische Leben einzutauchen. Entlang des Quays reihen sich eine große Anzahl an Restaurants, Cafés, Bars und kleiner Geschäfte aneinander.

Märkte in Phnom Penh

Auch wenn Phnom Penh inzwischen über einige große Shopping-Malls verfügt, kaufen nach wie vor die meisten Einheimischen auf einer der zahlreichen Märkte ein. Dort gibt es praktisch alles zu erwerben, wie Lebensmittel, Kleidung, Haushaltswaren, Souvenirs, Schmuck und vieles mehr.

Der Zentralmarkt

Der Zentralmarkt (Phsar Themi) befindet sich in einem sehenswerten Art-Deco-Gebäude, das im Jahr 1937 fertiggestellt wurde. Es handelte sich um eine Spende des französischen Staates. Das Bauwerk im geografischen Zentrum der Stadt ist allein wegen seiner Architektur einen Besuch wert. Wegen seiner Baufälligkeit wurde das Gebäude in den Jahren 2009 bis 2011 umfangreich renoviert, wobei der Originalzustand weitestgehend beibehalten wurde. In den Markthallen werden vor allem Schmuck, Kleidung und Elektrogeräte angeboten.

Russian Market

Bei Souvenir-Jägern sehr beliebt ist der Russian Market südlich des Zentrums von Phnom Penh. Die Auswahl ist überwältigend! Hier gibt es praktisch nichts, was es nicht gibt. Der Markt heißt übrigens deshalb "Russischer Markt", weil dieser bei den russischen Auswanderern in den 1980-er Jahren sehr beliebt war.

Old Market

Ein authentisches Markterlebnis bietet der Old Market (Phsar Chas) in der Nähe des Wat Phnom, dort kaufen vor allem Einheimische ein. Interessant ist die breite Auswahl an Lebensmitteln und Haushaltswaren.

Daughters of Cambodia

Das Daughters of Cambodia Programm unterstützt Opfer der kambodschanischen Sexindustrie, vor allem mit Ausbildungsmöglichkeiten und medizinischer Hilfe. Im Visitor Center neben dem Wat Ounalom finden Besucher neben einer Boutique mit geschmackvollen Souvenirs wie T-shirts, Deko-Artikel, Schmuck, Spielzeug etc. auch ein Café sowie ein Spa vor, das Maniküre und Pediküre anbietet. Die Gewinne des Visitor Centers kommen dem Projekt zugute.

Die kambodschanische Küche

Wer die Khmer- Kultur kennenlernen möchte, kommt an der kambodschanischen Küche nicht vorbei. An fast jeder Straßenecke bieten Garküchen und einfache Straßenrestaurants die verschiedensten Speisen an. Reisnudelsuppe sowie Curry-Gerichte mit Kokosmilch und frittiertes Schweine- und Hühnchenfleisch, natürlich mit Reis, sind zum Beispiel klassische Gerichte. Besonders Mutige können frittierte Taranteln, Heuschrecken und Wanzen probieren. In Phnom Penh gibt es daneben eine große Auswahl an feinen Restaurants, die ihre eigenen Interpretationen der Khmer-Küche sowie auch westliche Küche anbieten. Nach und nach schießen immer mehr hippe Restaurants, Bars und Cafés hervor. Übrigens verfügt Kambodscha über einige französische Cafés, sozusagen ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit. Dort gibt es unter anderem belegte Baguettes.
Vor Ort werden eine ganze Reihe von Food Tours angeboten. Dabei bringt ein einheimischer Führer den Gästen die kulinarische Vielfalt der Khmer-Küche nahe. Ganz nebenbei erfährt man noch so Einiges über Land und Leute, das nicht im Reiseführer nachzulesen ist.

Bootsfahrten

Verschiedene Gesellschaften bieten Bootstouren auf dem Mekong und dem Tonle Sap an. Die Palette reicht von Tagestrips, bei denen man das kambodschanische Landleben kennenlernen kann bis hin zu kleinen Abendtouren, bei denen man mit einem Drink in der Hand vor der Silhouette Phnom Penhs in den Sonnenuntergang hineinfährt.

Koh Dach

Die Insel "Koh Dach" eignet sich für einen halbtägigen Fahrradausflug. Von Phnom Penh aus kann man mit dem Boot auf die wenige Kilometer entfernte Flussinsel übersetzen und dort angekommen ein Fahrrad ausleihen. Auf dem Eiland dreht sich alles um die Seidenweberei, weshalb Koh Dach auch "Silk Island" genannt wird. Besucher können hier alles rund um die Herstellung und Weiterverarbeitung der Seide erfahren.

Tonle Bati

Wer geschichtlich interessiert ist und keine Gelegenheit hat, die Tempelanlagen von Angkor Wat bei Siem Reap zu besichtigen, kann einen Ausflug zum Tonle Bati-See unternehmen. Dieser liegt etwa 30km südlich von Phnom Penh und lässt sich am besten mit dem Taxi erreichen. In der Nähe des Sees befindet sich die Tempelanlage Ta Prohm aus der Angkor-Zeit. Nicht weit entfernt befinden sich zwei weitere Angkor-Tempel: der Prasat Neang Khmao („Tempel der Schwarzen Jungfrau“) und der auf einem Hügel erbaute Phnom Chisor. Am Wochenende ist der Tonle Bati-See bei Einheimischen als Ausflugsziel sehr beliebt. Am Südufer kann man in auf Pfählen errichteten Bambushütten über dem Wasser picknicken. An zahlreichen Verkaufsständen werden Speisen und Getränke angeboten.

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