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Der Mahanakhon Tower

Seit 2016 ist Bangkok, die taiwanesische Metropole und Hauptstadt des Königreiches, um eine Attraktion reicher. An diesem Datum eröffnete nach fünf Jahren Bauzeit der Maha Nakhon, das mit 313 Metern und 76 Etagen (plus der Skybar auf dem Dach) derzeit höchste Gebäude der Stadt. Maha Nakhon bedeutet übersetzt so viel wie „Große Metropole“ und spielt damit sowohl auf die 15 Millionen Einwohnerstadt als auch auf die Rolle als Wohn-, Hotel- und Einkaufskomplex an, die das Maha Nakhon zukünftig einnehmen wird. Der Komplex besteht aus dem eigentlichen Turm sowie einem würfelförmigen Nebengebäude mit sieben Etagen, dem Cube. Der Cube beherbergt diverse Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants, der Turm wird für Apartments, ein Hotel und eine Bar auf dem Dach genutzt.

Entstehung des Mahanakhon Towers

Bereits 2008 wurde das Projekt für den Bau eines neuen Hochhauses in Bangkok von der PACE Development Co., LTD. an den deutschen Architekten Ole Scheeren vergeben. Auf rund 150.000 m2 sollte eine freie Fläche an der Narathwas Ratchanakharin Road, gegenüber dem Chongnonsi Bahnhof für den Bau eines Wolkenkratzers genutzt werden. Der Maha Nakhon schickte sich an, das ambitionierteste Bauprojekt zeitgenössischer Architektur in Thailand und das größte Gebäude in Bangkok zu werden. Der CEO von Pace Development, Herr Sorapoj Techakraisri, beschreibt das Maha Nakhon als „das Ergebnis des starken Wunsches, etwas für Thailand zu erschaffen, dass gleichzeitig ein beeindruckendes architektonisches Zeichen setzt und als ein ganz reales und praktisches Beispiel für die lange Tradition des Landes als wirtschaftlich florierender und kulturell vielfältiger Standort dient. Das Maha Nakhon wird das höchste Gebäude der Stadt sein, doch viel signifikanter ist, dass es den Mut des heutigen Bangkok ausdrückt – den Optimismus und die Stärke der thailändischen Kultur und den Wert dieser Kultur für Asien und den Rest der Welt!“

Mahanakhon Tower

Mahanakhon Tower

Die Eröffnung des Mahanakhon Towers

Am 29.08.2016 fand die feierliche Eröffnung des Gebäudes mit einer spektakulären Licht- und Lasershow statt. Einheimische und Touristen feierten gleichermaßen das neue Highlight der Stadt.

Der Architekt des Mahanakhon Towers

Ole Scheeren, geboren 1971 in Karlsruhe, ist ein international anerkannter Architekt. Seine Ausbildung erhielt er an den Universitäten von Karlsruhe und Lausanne. Neben dem Maha Nakhon gehören der Scotts Tower und die Gillman Heights, beide in Singapur, zu seinen bekanntesten Projekten. 2006 erstellte er die Konzepte zweier Ausstellungen, eine für das Museum of modern Arts in New York und die andere in für das CCTV Projekt in Peking.

Fakten zum Maha Nakhon

Die 150.000 Quadratmeter Gesamtfläche des Hochhauses teilen sich auf in 67.000 Quadratmeter Wohnfläche, 4.400 Quadratmeter Unterhaltungsbereich für die Bewohner und 16.000 Quadratmeter Hotelfläche mit zusätzlich 11.600 Quadratmetern hoteleigenem Unterhaltungsbereich. Die Skybar auf dem Dach erstreckt sich über 3.500 Quadratmeter und weitere knappe 6.000 Quadratmeter sind für Einzelhändler vorgesehen. Damit jeder Bewohner, jeder Hotelgast und jeder Besucher, der zum Shoppen in den Maha Nakhon kommt, auch einen Parkplatz findet, sind insgesamt 10.400 Quadratmeter Parkfläche ausgewiesen. Das Nebengebäude verfügt über insgesamt 22.000 Quadratmeter Nutzfläche.
Von den 76 Etagen (plus der Skybar auf dem Dach) befinden sich 75 oberirdisch. Die nutzbare Höhe des Gebäudes liegt bei 299 Metern über dem Boden. Als Baumaterial für die vertikalen und horizontalen Strukturelemente des Turmes wurde hauptsächlich Beton verwendet. Im Ranking der höchsten Gebäude Thailands liegt der Maha Nakhon auf Platz 1, global gesehen auf Platz 68. Die Baukosten lagen bei insgesamt 515 Millionen Dollar, der Gesamtwert des Gebäudes wird auf etwa 650 Millionen Dollar taxiert. Die Finanzierung des gesamten Projektes wurde von der Siam Commercial Bank Public Company Limited in Zusammenarbeit mit der TISCO Bank übernommen.

Wer wohnt und arbeitet im Maha Nakhon?

Wenn der Maha Nakhon vollständig bezogen ist, kann man ihn ohne Übertreibung als „Stadt in der Stadt“ bezeichnen. Ein mehrgeschossiges Einkaufszentrum mir verschiedenen Restaurants, Cafés und Bars lädt zum Shoppen und entspannen ein (und das rund um die Uhr!). Der weltweit bekannte Hotelbetreiber Ritz-Carlton wird 200 Appartements mit eigenem Zimmerservice betreiben und liegt damit in direkter Nachbarschaft zum Marriot International, die 150 Zimmer des Maha Nakhon als Hotel nutzen. Ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes ist sicherlich die Skybar auf dem Dach des Gebäudes. In mehr als 300 Metern Höhe lässt sich dort bei einem Cocktail ein einmaliger Panoramablick über Bangkok genießen.

Das Design des Mahanakhon Towers

Betrachtet man den Maha Nakhon aus einiger Entfernung, könnte man meinen, das Gebäude sei nicht fertiggestellt. Gleich einer Helix winden sich versetzt angeordnete Balkone und Terrassen um die Vertikalachse des Hochhauses und erwecken den Anschein einer zerklüfteten Gebirgslandschaft. Diese architektonische Besonderheit suggeriert dem Betrachter einen Blick auf das Innere des Gebäudes und bricht gleichzeitig mit der baulichen Tradition, dass Hochhäuser immer gleichmäßig geformt und mit glatten Außenflächen versehen sein müssen. Die Balkone und Terrassen, von den Architekten auch als „Pixel“ bezeichnet, dienen nicht nur der außergewöhnlichen Optik des Hochhauses, sondern erfüllen für dessen Bewohner auch ganz praktische Zwecke. Durch den Versatz der einzelnen Ebenen entstehen nie zuvor erlebbare Panoramablicke über die Stadt und auf den angerenzenden Chaophraya Fluss. Auch ermöglichen die Balkone und Terrassen den Bewohnern einen temporären Aufenthalt im Freien. Wer jetzt meint, dass die Bewohner in den Teilen des Maha Nakhon, die nicht zu der Helix gehören, benachteiligt seien – der sei eines besseren belehrt! Die Bewohner der abseits der Helix gelegenen Wohneinheiten profitieren von einer weiteren Innovation im Hochhausbau: Die Zimmer sind doppelt so hoch wie ihre Pendants in der Helix und verfügen über riesige, zweigeteilte Panoramafenster, die, wenn sie geöffnet werden, nicht nur den Blick nach draußen freigeben, sondern das Zimmer gleichzeitig zu einem Balkon machen.

Der Maha Nakhon als urbanes Zentrum

Mit der architektonischen Entscheidung, den Maha Nakhon als Gebäudekomplex zu konzipieren, wurde bewusst Wert darauf gelegt, den Turm als Anziehungspunkt für Touristen und Einwohner gleichermaßen auszulegen. Eine große Freifläche vor den Gebäuden formt gemeinsam mit dem Cube ein „Tal“, welches explizit für die Nutzung als Gemeinwohlfläche, zum flanieren und einkaufen dienen soll. Die Freifläche wird zukünftig auch für geplante und spontane kulturelle Events genutzt werden und bietet als einer der wenigen Plätze in Bangkok genügend Raum für soziale und kulturelle Interaktion.

Erdbebensicherheit des Mahanakhon Towers

Das Maha Nakhon wurde gemäß den internationalen Standard Richtlinien sowie den intern vorgegebenen Richtlinien der Ritz-Carlton Hotel Company LLC als erdbebensicheres Gebäude ausgelegt, auch wenn Bangkok in einer Zone mit sehr geringer seismischer Aktivität liegt.

Umweltfreundlichkeit des Mahanakhon Towers

Das Maha Nakhon wurde nach modernsten Gesichtspunkten als Gebäude konzipiert, welches nur minimalen Einfluss auf die Umwelt nimmt und sich im Betrieb möglichst umweltfreundlich gestaltet. Beispiele für den umweltfreundlichen Gesamtaufbau des Maha Nakhon sind eine Gebrauchswasseraufbereitung, Dreifachverglasung der Fenster, ein automatisiertes Parksystem, große Grünflächenbereiche, energieeffiziente Beleuchtung, stromsparende Aufzüge und hochmoderne Klimaanlagen.

Media Wall des Mahanakhon Towers

Direkt vor dem Maha Nakhon ist eine 1.000 Quadratmeter große LED Videowand installiert, auf der Nachrichten und Informationen gezeigt werden.

Anreise zum Mahanakhon Tower

Das Maha Nakhon ist rund 40 Kilometer vom internationalen Flughafen Bangkok entfernt. Mit dem Auto benötigen Reisende außerhalb der Rush Hour vom Flughafen zum Turm in etwa 45 Minuten. Eine Anreise mit dem Zug ist über das BTS Skytrain System ebenfalls in etwa 45 Minuten vom Flughafen aus möglich.

Übernachtung im Mahanakhon Tower

Je nach gewünschter Zimmerkategorie und Ausstattung lassen sich bereits ab 30 Euro pro Nacht Zimmer im Maha Nakhon buchen. Für Appartements und Suiten muss natürlich entsprechend tiefer in die Tasche gegriffen werden. Da sich das Maha Nakhon großer Beliebtheit erfreut, ist eine frühzeitige Reservierung anzuraten. Wer mit dem Gedanken spielt, sich häuslich im Turm niederzulassen, der sollte sich etwas Kleingeld beiseitelegen. Zwischen einer und neun Millionen Euro kostet ein durchschnittliches Appartement im Turm. Auch Bangkoks teuerstes Penthouse findet sich im Maha Nakhon. Dieses hat für 12,5 Millionen Euro kürzlich erst den Besitzer gewechselt!

Weitere spektakuläre Hochhäuser in Bangkok

Touristen, die der Faszination von Wolkenkratzern erlegen sind, kommen in Bangkok voll auf ihre Kosten. 2019 wird der mit 615 Metern noch um einiges größere Super Tower eröffnet – und belegt mit seiner Höhe dann Platz sieben der höchsten Gebäude der Welt. Mit dem Iconsiam wird 2017 ein 70 Stockwerke hohes Einkaufzentrum eröffnet und fügt sich neben der Landmark Waterfront (305 Meter), dem Magnolia Ratchadamri (242 Meter) und den Canapaya Residences (250 Meter) perfekt in die stetig wachsende Skyline der asiatischen Metropole Bangkok ein.

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