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Feste und Feiertage in Thailand

Thailänder feiern gerne und oft. Dabei geht es meist ausgelassen zu. Am eindrucksvollsten erleben Besucher dies während des Neujahrsfestes Songkran. Dann geben sich die ansonsten zurückhaltenden und höflichen Thais nicht mehr so bedacht, sondern stattdessen laut und übermütig. Feiertage werden in Thailand ohnehin weniger ernst gefeiert als in der westlichen Welt. Der etwas andere Humor der Bevölkerung tritt vor allem dann zu Tage, wenn sie sich überaus locker und lautstark in Feierlaune präsentieren.

Die thailändischen Feiertage setzen sich aus den religiösen, einigen westlichen und den nationalen zusammen. Letztere, wie beispielsweise der Krönungstag des Königs, finden jedes Jahr am gleichen Datum statt und richten sich nach dem Gregorianischen Kalender. Da die religiösen Feste buddhistischen Ursprungs sind, orientieren sich diese am Zyklus des Mondes und dem thailändischen Mondkalender Patithin Chantharakhati. Deshalb variiert das Datum von Jahr zu Jahr.

Der traditionelle thailändische Mondkalender

Der traditionelle Thai-Mondkalender zählt die Jahre von Buddhas Todesjahr an und ist dadurch dem Gregorianischen Kalender um 543 Jahre voraus. Auch im Alltag ist die aktuelle Jahreszahl häufig in Thailand zu sehen, wie auf der rosafarbenen Steuerplakette, die bei allen Fahrzeugen an der Windschutzscheibe angebracht ist. Die Plakette für 2014 zeigt anstelle des gregorianischen Jahres das buddhistische Jahr 2557. Ein Jahr im thailändischen Mondkalender hat ebenfalls 12 Monate. Allerdings unterscheidet sich dieses durch kürzere Monate, Schaltmonate sowie Schalttage. Außerdem beginnen die Monate immer bei Neumond.

Die thailändischen Monate nach dem Mondkalender:

Januar ─ Mokhara-kom
Februar ─ Khumpha-phan
März ─ Mina-kom
April ─ Mesa-yon
Mai ─ Prütsa-pha-kom
Juni ─ Mithuna-yon
Juli ─ Karakada-kom
August ─ Singha-kom
September ─ Kanya-yon
Oktober ─ Thula-kom
November ─ Pritsajika-yon
Dezember ─ Thanwa-kom

Eine Woche hat sieben Wochentage, wobei diese in Thailand nach Planeten benannt sind:

Montag ─ Wan-Chan - Mond-Tag
Dienstag ─ Wan-Angkhan ─ Mars-Tag
Mittwoch ─ Wan-Phut ─ Merkur-Tag
Donnerstag ─ Wan-Pharuehat ─ Jupiter-Tag
Freitag ─ Wan-Suk ─ Venus-Tag
Samstag ─ Wan-Sao ─ Saturn-Tag
Sonntag ─ Wan-Athit ─ Sonnen-Tag

Viele der buddhistischen Feiern werden in Form einer Puja gehalten. Einer Andacht, wie sie auch in der christlichen Welt zelebriert wird. Andere dagegen gleichen eher einem Volksfest mit Verkaufsständen und Prozessionen durch die Straßen. Besucher müssen, von ein paar Ausnahmen abgesehen, relativ wenig während dieser Feiertage beachten. Das Prinzip der thailändischen Feiertage ist sogar deutlich einfacher als das westliche System. Generell gilt: Banken, Behörden und Büros sind an Feiertagen geschlossen. Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, so ist der darauffolgende Montag arbeitsfrei. Dies bedeutet, die Banken und Büros sind geschlossen und Behörden meist nur spärlich besetzt. Das hat zur Folge, dass es in Thailand eine Vielzahl von langen Wochenenden gibt. Diese so genannten „Bank Holidays“ spüren Touristen vor allem in Bangkok; im Vergleich zu einem regulären Wochenende wirkt die Stadt beinahe wie ausgestorben. Diejenigen, die es sich leisten können, fahren an die nahe liegenden Strände oder zu ihren Familien nach Hause auf das Land – und die chronisch vom Verkehr überlastete Metropole kann ein wenig durchatmen. Wer sich nun eine solche Regelung auch in Deutschland wünscht, der sollte bedenken, dass thailändische Arbeitnehmer meist sechs Tage in der Woche arbeiten und erst nach einem Jahr Anspruch auf sechs Urlaubstage im Jahr haben.

Eine komplette Übersicht mit allen gesetzlichen und religiösen Feiertagen sowie aller regionalen Festivitäten gibt es nicht. Viele Festivitäten werden von der Tourismusbehörde ins Leben gerufen und dienen als Spektakel und Aushängeschild für die Urlauber. Das mindert die Attraktivität der Festivals jedoch keinesfalls, im Gegenteil. Vielerorts feiern Einheimische begeistert mit. Die nachfolgende Liste enthält die für Besucher und Einheimische wichtigsten und schönsten Feste sowie die staatlichen Feiertage und einige der bedeutenderen Gedenktage Thailands. Die Schreibweise von Namen ist je nach Quelle selbst in Thailand nicht immer einheitlich. Die Auflistung erfolgt nach der zeitlichen Abfolge, sofern dies aufgrund der variablen Daten des Mondkalenders möglich ist.

Songkran in Bangkok

Songkran in Bangkok ©iStockphoto/macky_ch

Januar:
1. Januar - Wan Khuen Pi Mai – Neujahrstag:
Der im Westen euphorisch gefeierte Neujahrstag ist in Thailand zwar ein gesetzlicher Feiertag, doch er wird bei weitem nicht so ausgelassen und laut wie in der westlichen Welt gefeiert. Denn schließlich haben die Thais mit Songkran ihr eigenes Neujahrsfest. Dennoch hört man oftmals den Neujahrsgruß „Frohes neues Jahr“, allerdings in der thailändischen Variante, die dann „Sawatdee pi mai!“ lautet.

Am zweiten Samstag im Januar - Wan Dek Haeng Cha - Kindertag:
Der Kindertag ist kein offizieller Feiertag, dennoch finden überall im Land Veranstaltungen statt, bei denen die Kinder im Mittelpunkt sind.

Februar:
2. Februar - Wan Nak Pradit - Erfindertag:
DKönig Bhumibol Adulyadej erfand den Schaufelrad-Luftsprudler, um vor allem stehende Gewässer mit mehr Sauerstoff zu versorgen - gut sichtbar im Lumpini-Park in Bangkok, wo auch ein entsprechendes Denkmal steht. Auch in der thailändischen Garnelenzucht werden diese Geräte eingesetzt. Der Tag erinnert an die Patentanmeldung dieser Erfindung im Jahr 1993.

3. Februar - Wan Thahan Phan Suek - Veteranentag:
Der Gedenktag geht zurück auf die Gründung der Kriegsveteranen Organisation in Thailand und ist kein offizieller Feiertag. Allerdings treffen sich die Veteranen an diesem Tag am Victory Monument in Bangkok, wo Gedenkveranstaltungen stattfinden.

Neumond im zweiten Monat nach der Wintersonnenwende - Wan Chin Trut - Chinesisches Neujahrsfest:
Obwohl dies in erster Linie ein Familienfest und kein offizieller Feiertag ist, gilt dieses Fest als das Wichtigste der Chinesen. Nach dem chinesischen Kalender fällt es auf den Neumondtag zwischen dem 21. Januar und 19. Februar. Das Fest beginnt am ersten Tag des zunehmenden Mondes und dauert drei Tage. In der Regel wird es weltweit von der chinesischstämmigen Bevölkerung gefeiert, vor allem in den Chinesenvierteln wie Chinatown, so auch in Thailand. Bis auf die südlichen Provinzen haben Banken und Behörden geöffnet. Viele Geschäfte bleiben jedoch geschlossen, da in Thailand ein großer Teil des Handels fest in chinesischer Hand ist. Während dieser Zeit sollte in den Innenstädten mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. 2015 beginnt das Chinesische Neujahrsfest am 19. Februar.

14. Februar - Valentinstag:
Der Kommerz kennt keine Grenzen und keine Religion und deshalb wird er längst in den touristischen Zentren Thailands gewinnbringend vermarktet. Vor allem die neue, zu Geld gekommene Mittelschicht feiert diesen Tag. Es ist dennoch kein gesetzlicher Feiertag.

Vollmondtag im dritten Mondmonat - Magha Puja:
Das Magha Puja-Fest ist der wichtigste buddhistische Feiertag im Kalender. Es ist der Tag, an dem sich 1250 Jünger versammelt hatten, um Buddhas Rede „Ovada-Patimokkha Gatha“, die Patimokkha-Ermahnungen, zu hören. Diese wichtigen Regeln sollen den ordinierten Mönchen und auch Laien eine Hilfestellung im Alltag geben. Am Abend treffen sich Gläubige in den Tempeln zu einer Lichterprozession. Zusammen mit den Mönchen umrunden sie die sogenannten Chedi, die spitz zulaufenden, glockenförmigen Türme sowie die Ordinationshalle oder eine Buddha-Statue.

Februar bis Mai/Juni - Beginn der Drachenflug-Saison:
Ein bei der Bevölkerung beliebtes Fest findet zu Beginn der Drachenflug-Saison im Februar statt. Diese dauert, abhängig von der Region und der Witterung, bis April oder Mai. Währenddessen finden unzählige Wettbewerbe in ganz Thailand statt. In Bangkok versammeln sich zu diesem Schaukampf Tausende von Menschen auf dem Sanam Luang, dem großen Platz zwischen dem Chao Phraya Fluss und dem Großen Königspalast - sie alle wollen den aufregenden Zweikampf der bunten Drachen miterleben.

März:
An einem Samstag im März – Magische Tätowierungen:
Ein eher ungewöhnliches Fest findet an einem Samstag im März in Nakhon Chaisi statt. Die Stadt liegt rund 20 Kilometer westlich von Bangkoks Zentrum. In einem Tempel namens Wat Bang Phra lassen sich Kriminelle magische Schutzsprüche in Khmer-Schrift von den dortigen Mönchen auf die Haut tätowieren. Natürlich kann auch jeder andere sich dort tätowieren lassen, wenn er die Hygienebedingungen für ausreichend erachtet. In diesem Tempel wird das ganze Jahr über tätowiert und die alte Kunst der Sak Yank, des heiligen Tätowierens, weiter gepflegt. Yantra-Tattoos werden mit langen Stahl- oder Bambusnadeln von Hand in die Haut geklopft. Egal ob Schutzsprüche, Tiermotive oder Götter als Vorlage dienen, um die teilweise doch recht schmerzhafte Prozedur unbeschadet zu überstehen, verfallen einige der Tätowierten in eine tiefe Trance. Yantra-Tattoos sind magische Tätowierungen, die Kraft, Schutz und Glück verleihen sollen. Die ursprünglich aus Kambodscha stammende Kunst der Ganzkörpertätowierung hat deren Herrscher König Jayavarman VII. an seinem Körper selbst getestet. Angeblich sollen mehrere Pfeile an seiner Brust abgeprallt sein.

April:
6. April - Wan Chakri - Gründung der Chakri-Dynastie:
An diesem gesetzlichen Feiertag wird der Thronbesteigung Rama I. und der noch fortdauernden Chakri-Dynastie gedacht.

13. bis 15. April - Songkran – thailändisches Neujahrsfest:
Songkran stammt von einem Wort aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „Wechsel der Sonne in das erste Tierkreiszeichen Widder“. Der erste Tag des Festes wird Wan Songkran Maha genannt, der zweite Wan Nao oder Familientag. Der dritte Tag ist als Wan Thaloeng bekannt. Songkran zählt zu den bedeutendsten Festen im Land. Tags zuvor werden die Häuser und Wohnungen geputzt, denn der Neujahrsbeginn stellt eine Art Säuberung und Erneuerung dar. Pech und Altes werden weggewischt und Platz für Neues geschaffen. Am Morgen des 13. Aprils werden zunächst Opfergaben in die Tempel gebracht. Am Nachmittag wird der Vorsteher des Tempels mit Wasser besprenkelt. In einigen Städten Thailands finden Umzüge mit Buddha-Statuen statt. Einheimische haben dadurch die Möglichkeit, diese mit Wasser zu begießen. Einst war es üblich, die Hände der Eltern und Großeltern mit duftendem Wasser zu übergießen; dafür wurden Jasminblüten dem Wasser zugefügt. Auch der ursprüngliche, höchst religiöse Ahnenkult mit dem Besprenkeln der Gräber mit Parfümwasser ist nur noch selten zu finden. Gläubige bringen neuen Sand in die Tempel und bauen spitz zulaufende, glockenförmige Türme daraus und schmücken sie anschließend mit bunten Fahnen. Doch vielen dieser ursprünglichen Gebräuche des Festes begegnet man nur noch hin und wieder auf dem Land.

Heute stellt sich Songkran anders dar. In den Urlaubszentren ist das traditionelle Neujahrsfest längst zu einer einzigen Wasserschlacht und Spaßveranstaltung mutiert. Begegnet man jemandem auf der Straße wird zunächst etwas Talkumpuder in dessen Gesicht aufgetragen. Folgen sollten ein paar Spritzer Wasser, doch die sind es nur noch in den seltensten Fällen und wenn, dann höchstens aus Respekt gegenüber einem Fremden. Meist folgt ein Schwall Eiswasser, was an heißen Tagen allenfalls erfrischend sein kann. Insbesondere Chiang Mai und Pattaya sind die bei Besuchern beliebten und auch gefürchteten „Kriegsschauplätze“. Beim Erfinden neuer „Waffen“ entfalten nicht nur Einheimische ihre ganze Kreativität, Ausländer stehen ihnen in nichts nach und warten jedes Jahr mit noch größeren und stärkeren Wasserspritzen auf. Seit Jahren ist es während Songkran fast ausgeschlossen, trockenen Fußes von A nach B zu gelangen.

Wer zu Songkran in Thailand unterwegs ist, sollte drei Dinge bedenken:
- Tickets für Bus, Bahn und einen Flug vor, während und nach den Feiertagen sollten bereits lange im Voraus gebucht werden, da ganz Thailand unterwegs zu sein scheint.
- Genügend Kleidung einpacken, um für die drei Tage gewappnet zu sein.
- Besondere Vorsicht ist auf den Straßen Thailands angebracht. Die dunkle Seite des Festes zeigt sich an der Anzahl der Verkehrstoten während dieser Zeit. Die Bevölkerung will den Neujahrsbeginn im Kreis ihrer Familie verbringen und deshalb gleichen die stadtauswärts führenden Straßen Bangkoks bereits am Vorabend von Songkran einem ungeheuren Verkehrschaos. Thailänder lieben Sanuk, den Spaß, und feiern fast eine Woche mehr als ausgelassen den Beginn des neuen Jahres – auch mit Alkohol. 2014 starben während der ersten drei Festtage 161 Menschen bei Verkehrsunfällen. Die häufigste Unfallursache ist Trunkenheit am Steuer, gefolgt von überhöhter Geschwindigkeit. Die meisten Verkehrsopfer sind Motorradfahrer, die ohne Helm unterwegs sind. Obwohl Bangkok regelmäßig in einem Verkehrschaos zu versinken droht, geht es über die Feiertage recht ruhig zu. Die meisten Unfälle passieren abseits der Touristenhochburgen.

Mai:
1. Mai - Wan Raeng Ngan Haeng Chat – Tag der Arbeit:
Der Tag der Arbeit ist ein gesetzlicher Feiertag in Thailand.

5. Mai - Wan Chattra Mongkhon – Krönungstag:
An diesem Tag gedenkt die thailändische Bevölkerung der Krönung ihres geliebten, vamtierenden Königs Bhumibol Adulyadej im Jahr 1950.

Nicht festgelegtes Datum im Mai - Wan Phuetcha Mongkhon – Königliche Zeremonie des Pflügens:
Es ist kein gesetzlicher Feiertag und doch von großer Bedeutung für das von der Landwirtschaft geprägte Land. Die Bauern werden gesegnet. Es ist der Beginn der Pflanzsaison. Das Datum wird astrologisch bestimmt. Eine symbolische und rituelle erste Aussaat findet in Bangkok auf dem Sanam Luang-Platz mit geheiligtem Samen statt, bei der ein Mitglied der Königsfamilie teilnimmt. Die buddhistische Veranstaltung wird, wie bei königlichen Zeremonien üblich, von einem Brahmanen-Priester abgehalten; dabei geben sie eine Prophezeiung über die zu erwartende Ernte ab.

Vollmondtag im Mai - Visakha Bucha – Geburt, Erleuchtunng und Tod Buddhas:
Das heiligste Fest der Buddhisten findet zu Ehren von Buddhas Geburt, seiner Erleuchtung und seines Todestages statt. Am Abend umrunden Mönche und Gläubige die Ordinationshalle und ziehen mit Kerzen über das Tempelgelände. Es ist kein gesetzlicher Feiertag, lediglich die Behörden haben geschlossen.

Verschiedene Termine im Mai - Bun Bang Fai - Raketenfestival:
Ein für westliche Besucher außergewöhnlich spektakuläres Fest findet in einigen Städten im Nordosten Thailands zu Beginn der Regenzeit statt: das Raketenfest. Mit riesigen, selbstgebauten Raketen bitten die Familien um ausreichend Regen, damit die Reisernte gut ausfällt. Die Raketenbauer konkurrieren um die Rakete mit der schönsten Rauchspur, der größten Flughöhe und der längsten Flugbahn. Früher wurden Bambusstämme mit Schwarzpulver gefüllt. Heute sind es PVC-Rohre, die bis zu 9 Meter lang und mit bis zu 120 Kilogramm Schwarzpulver gefüllt sind. Während des Festivals gibt es sehr viele Sonderflüge in den Nordosten Thailands. Allerdings sollte man sich frühzeitig um Tickets und die Anreise bemühen, denn während des Festivals wird der zivile Luftverkehr weiträumig umgeleitet. Das meist dreitägige Fest bietet unter anderem traditionelle Tanzdarbietungen, Umzüge und Musikveranstaltungen. Am dritten Tag werden die Raketen in den Himmel geschossen. Dabei wird natürlich kräftig gefeiert, auch mit Alkohol.

Juli:
1. Juli - Wan Yut Klang Pi Thanakhan – Fest der Jahresmitte:
Ein Feiertag zu Ehren der Mitte des Jahres. Die Banken bleiben an diesem Tag geschlossen.

Vollmondtag im Juli - Asanha Bucha – Buddhas erste öffentliche Predigt:
Der buddhistische Feiertag erinnert an Buddhas erste Predigt vor fünf Schülern. Nur die Behörden haben geschlossen.

Khao Phansa:
Am darauffolgenden Tag, ebenfalls ein buddhistischer Feiertag, beginnt die dreimonatige Fastenzeit Khao Phansa. Während dieser Zeit gehen die Mönche in Klausur und meditieren bis zum Ende der Regenzeit.

August:
Der Monat August ist für die Besitzer eines Wasserbüffels von besonderer Bedeutung. Denn nun finden die alljährlichen Wasserbüffelrennen und Schönheitswettbewerbe statt. Gerade Touristen mögen die Spektakel außerordentlich und nicht nur, weil die Büffel meist ohne Reiter die Ziellinie erreichen. Festivals finden im ganzen Land an unterschiedlichen Terminen statt.

12. August - Wan Chaloem Phra Chonmaphansa Somdet Phranang Chao Phra Boromma Rachininat und Wan Mae Haeng Chat – Geburtstag von Königin Sirikit und Muttertag:
Ein Gedenktag zu Ehren der derzeitigen Königin Sirikit, die 1932 geboren wurde. An diesem gesetzlichen Feiertag werden private und öffentliche Gebäude zusätzlich mit Portraits der Königin sowie mit Lichterketten geschmückt. Gleichzeitig ist in Thailand Muttertag.

September/Oktober - Sat Thai – Gedenken der Verstorbenen:
An diesem buddhistischen Feiertag gedenken die Gläubigen der Verstorbenen.

Oktober:
Drei Monate nach Khao Phansa - Ok Phansa – Ende der Regenzeitklausur:
Dieser Monat steht voll und ganz im Zeichen der Rückkehr Buddhas aus dem Himmel, wo er die Fastenperiode über gepredigt hat. Ok Phansa nennt sich das Ereignis, dass das Ende der Fastenzeit und den Beginn von Krathin einläutet.
Während dieser Zeit werden in den Klöstern und Tempeln die sogenannten Krathin-Zeremonien abgehalten. Mönche bekommen Geschenke und neue Roben gespendet. Es ist kein gesetzlicher Feiertag.

23. Oktober - Wan Piyamaharat – Todestag von König Chulalongkorn:
Der Gedenktag zu Ehren seiner Majestät Rama V.

November:
Vollmond im zwölften Mondmonat - Loi Krathong – Lichterfest:
Obwohl in der Vollmondnacht eines jeden Monats Mae Phra Khongkha, der Göttin der Flüsse und des Wassers, gedacht wird, ist der beeindruckendste Gedenktag dieser Göttin Loi Krathong im zwölften Mondmonat, im November. Zwar ist dies kein gesetzlicher Feiertag, doch fast alle Menschen sind auf den Beinen und feieren diesen Tag. Die Bevölkerung bastelt selbst oder kauft lotusförmige Gestecke aus Blumen und Blättern und lässt sie schwimmen. Diese Gestecke, Krathongs genannt, bekommen eine Kerze sowie Räucherstäbchen und eine Münze als Opfergabe für die Göttin. Es ist ein einzigartiges, malerisches Schauspiel, wenn sich tausende von Blumengestecken mit einer Kerze auf der Wasseroberfläche spiegeln und in die Nacht entlassen werden.
Der Legende nach sollen der Mann und die Frau, die gemeinsam ein lotusförmiges Schiff auf die Reise schicken, in diesem oder in ihrem nächsten Leben zusammenkommen. Der Name Khongkha stammt von dem indischen Wort Ganges ab.

Dezember:
5. Dezember - Wan Chaloem Phra Chonmaphansa Phrabat Somdet Phra Chao Yuhua – Geburtstag des verstorbenen Königs Bhumibol:
Der Nationalfeiertag ist einer der wichtigsten Feiertage des Jahres. Es ist der Geburtstag des verstorbenen Königs Bhumipol Adulyadej, auch Rama XI. genannt. Die Straßen und öffentlichen Gebäude werden mit Lichterketten, Flaggen und noch mehr Portraits als sonst geschmückt. Im ganzen Land dominiert an diesem Tag die königliche Farbe Gelb, und es finden Paraden in den Straßen statt. Am gleichen Tag ist Vatertag in Thailand.

10. Dezember - Wan Rattha Thammanun – Tag der Verfassung:
Es wird an diesem gesetzlichen Feiertag an den Wechsel zur konstitutionellen Monarchie im Jahre 1932 gedacht.

25. Dezember - Weihnachten – Geburt Jesus Christus:
Zwar ist dies kein gesetzlicher Feiertag, doch der Handel hat seine Chance auf Umsatzsteigerung längst erkannt und vermarktet Weihnachten sehr effektiv.

31. Dezember - Wan Sin Pi - Silvester:
Der letzte Tag des Jahres ist ein gesetzlicher Feiertag in Thailand.

Die islamistischen Feiertage Eid ul-Fitr und Eid al-Adha richten sich nach dem islamischen Kalender. In den Provinzen mit einem großen Anteil muslimischer Bevölkerung sind die Banken an diesen Tagen geschlossen.

Regionale Feste in Thailand

Davon gibt es in Thailand mehr als man sich vorstellen kann. Daher seien hier nur einige genannt:
Einmal im Jahr findet in jeder Provinzhauptstadt ein Volksfest mit Produkten aus der Landwirtschaft und des Handwerks statt. Auch in jedem Tempel findet einmal im Jahr ein Fest statt.

Ein absolut sehenswertes Festival ist das Vegetarian Festival in Phuket. Es beginnt am Neumondtag des neunten Mondmonats nach dem chinesischen Mondkalender. 2014 beginnt das Fest am 24. September und endet am 2. Oktober. Obwohl es sich um ein religiöses Fest handelt, kommen auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz. Gläubige leben während der neun Tage ein asketisches Leben ohne Fleisch, Milchprodukte, usw. Körper und Gesit sollen gereinigt werden. Außerordentlich beeindruckend sind Gläubige, die zu Medien von Geistern werden und sich in Trance befinden. Ihre Unverwundbarkeit demonstrieren sie mit Spießen in der Haut und anderen Darbietungen, wie das Laufen über glühende Kohlen. Der krönende Abschluss ist ein sechsstündiger, lautstarker Umzug durch die Stadt mit einem bombastischen Feuerwerk am Ende – Ohrenstöpsel keinesfalls vergessen!

Ein Festival der anderen Art erlebt man am dritten Novemberwochenende in Surin. Die Gegend war bereits vor Hunderten von Jahren bekannt für die Elefantenzucht. Die früheren Herrscher bekamen ihre Kampfelefanten aus dieser Region. Später wurden die Tiere nur noch zum Arbeiten benötigt, doch auch für diese Ausbildung war ein kleines Dorf in der Nähe Surins landesweit bekannt. Nach dem Ende der Waldrodungen gibt es nur noch wenig zu tun für die Elefanten in Thailand. Die meisten werden im Tourismusbereich eingesetzt. Im November lassen sich mehr als 200 dieser mächtigen Tiere während einer stundenlangen Prozession und bei Wettbewerben live erleben. Besonders beeindruckend ist die Abschlussvorstellung im Stadion, wo Szenen aus der thailändischen Geschichte mit Kampfelefanten nachgespielt werden.

Ähnlich wie Loi Krathong und doch ganz anders ist das Yee Peng Festival, das Laternenfest in Chiang Mai. In der Regel findet es vor Loi Krathong statt. Neben den von der Tourismusbehörde veranstalteten Events gibt es eines für die Einheimischen etwas außerhalb Chiang Mais. Dabei werden die Laternen zu tausenden gleichzeitig in die Nacht entlassen, so dass ein Laternenmeer den nächtlichen Himmel erleuchtet. Ein atemberaubendes Spektakel, dass das wunderschöne und ruhige Loi Krathong noch übertrifft.

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