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Erawan Schrein

Der Erawan Schrein ist nicht nur Anziehungspunkt vieler gläubiger Thais, sondern auch von Touristen aus aller Welt

Im Zentrum des hinduistischen Erawan Schreins befindet sich eine sehenswerte Statue des Gottes Brahma. Dieser wurde mit 4 Gesichtern abgebildet, jedes Gesicht blickt in eine andere Himmelsrichtung. Die Gesichter unterscheiden sich durch den Gesichtsausdruck, welcher aber bei allen sowohl freundlich als auch erfreut und zufrieden ist. Die geöffneten Augen aller 4 Gesichter symbolisieren die Wachsamkeit Erawan Brahmas. Der Gott der Schöpfung wurde auch mit einem spitzen Bart abgebildet. Wunderschöne, mit Lotusblättern geschmückte Kronen krönen den Kopf der Gottheit. Normalerweise wird Erawan Brahma mit 4 Händen abgebildet. Der Erawan Schrein begeistert jedoch mit 8 Händen, welche symbolisch bedeutsame Objekte halten.

Lage des Erawan Schreins

Der Erawan Schrein wurde an einer sehr belebten Kreuzung Ratchaprasong errichtet. Hier kreuzen sich die Straße Rajdamri und Ploenchit. Der gut besuchte Schrein liegt unspektakulär in Pathumwan, einem Distrikt Bangkoks.

Erawan Brahma

Brahma stellt den Gott der Schöpfung dar, welcher nicht nur sich, sondern auch die ganze Welt erschuf. Die Thais nennen den Gott Brahma oftmals auch Tao Mahaphrom. Jitri Pimkowit fertigte die Statue aus Gips, welchen er vergoldete. Auftraggeber der nach Norden gerichteten Statue Brahmas war das Fine Arts Department.

Architektur und Symbolik des Erawan Schreins

Die Statue Erawan Brahman wurde auf einem 150 Zentimeter hohen Sockel errichtet. Die hinduistische Gottheit sitzt in der sogenannten Lalitasana-Pose. Ein Bein hängt entspannt in Richtung Boden, während das andere Bein angezogen ist. Auf der rechten Seite hält ein Arm der Gottestatue den Brahma Danda in Händen. Dieser Stab ist nicht nur ein Symbol für Licht, sondern auch für eine Waffe. Eindrucksvoll ist auch das Chakra, welches von einer weiteren Hand der Gottheit umklammert wird. Hierbei handelt es sich um das Rad der Zeit, welches nicht nur die Rotation der Erde, sondern auch die Luft darstellt.

Erawan Schrein

Erawan Schrein ©TK

Das heilige Gefäß, welches Kalasha genannt wird, wird auch von der rechten Hand Brahmas gehalten. Dem darin befindlichen Weihwasser wird nachgesagt, dass es das Elixir Amrita beinhalten soll, welches den Wunsch nach Unsterblichkeit erfüllen kann. Eine rechte Hand stellt die Geste Jnana Mudra dar. Hierbei bilden der sich mit den Zeigefinger berührende Daumen einen Kreis. Die Handflächen zeigen in Richtung Körper. Diese Geste steht für Weisheit.

Auf der linken Seite umgreift eine Hand den Darpana. Dieser Spiegel bietet die Möglichkeit, die universelle Seele zu erkennen. Linkerhand kann auch das Muschel-Horn bewundert werden. Die weiteren Arme auf der linken Seite halten einerseits die Veden, andererseits einen gigantischen Rosenkranz mit 108 Perlen. Die Gottheit wird am Oberkörper von einer heiligen Schnur geschmückt. Vom linken Schulterblatt zur Hüfte rechts ziert sie nicht nur die Statue, sondern sie ist auch ein typisches Symbol einer Gottheit.

Pavillon des Erawan Schreins

Über der Götterstatue wurde ein schlichter Pavillon errichtet. Der traditionelle thailändische Baustil und die wunderschönen Mosaike, welche den Pavillon zieren, sind absolut sehenswert.

Renovierung des Erawan Schreins

Sowohl die Statue des Gottes Brahma als auch der Schrein müssen jedes zweite Jahr renoviert werden. Grund hierfür sind die unliebsamen öligen Spuren von Kerzen und Räucherstäbchen. Da der Erawan Schrein keinem Kloster angehört, müssen Freiwillige sowohl die Reinigung als auch die Wartung übernehmen.

Zeremonielles Bad

Da kein Priester diesem Schrein zugeordnet ist, wird der gesamte Schrein jeden Tag zur frühen Stunde unspektakulär abgespritzt, um das zeremonielle Bad zu vollziehen.

Verehrung und Wünsche

Gläubige opfern dem Gott der Schöpfung Kerzen, Räucherstäbchen und liebevoll geflochtene Blumenkränze. Der Erawan Schrein hat sich international einen Namen gemacht, da ihm nachgesagt wird, dass Wünsche nach Geld und Liebe erhört würden. Ebenso beten viele Gläubige dafür, gesund zu bleiben oder zu werden. Lange Gebete sind ein Muss, um den Gott gnädig zu stimmen. Wird der Wunsch erfüllt, so muss der Erawa Schein wieder besucht werden. Dieser zweite Besuch dient dazu, das Versprechen des Bittstellers einzuhalten.

Traditioneller Tanz zu Ehren Brahmas

Tanzgruppen versuchen jenen Gläubigen zu helfen, die einen großen Wunsch haben. Eindrucksvolle Tanzvorführungen zu traditioneller Musik sollen dazu dienen, Brahma zu erfreuen. Das Orchester besteht ausschließlich aus typischen Musikinstrumenten des Landes und auch die Tänze reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. In jeder der 4 Tanzgruppen können maximal 8 Tänzerinnen teilnehmen. Gläubige haben die Möglichkeit, die Tänzer gegen Gebühr um einen Tanz für Brahma zu bitten. Die Tänzerinnen spenden einen gewissen Betrag. an den Erawan Hotel Brahma Shrine Fund. Seitdem der Schein 2002 eröffnet wurde, konnten zahlreiche 100 Millionen Baht an 300 Krankenhäuser gespendet werden.

Verkaufsstände

Vor dem Erawan Schrein bieten rund 30 Verkaufsstände wundervolle Blumen, welche dem Gott geopfert werden können. Viele Gläubige bieten Brahma auch Girlanden und kleine Elefanten, welche aus Teakholz geschnitzt wurden, um diesen zu erfreuen. Die Opfergaben werden von Zeit zu Zeit von der Verwaltung des Schreins versteigert. Der dabei erzielte Erlös fließt in den Erawan Hotel Brahma Shrine Fund.

Anschlag auf den Erawan Schrein

Im Jahre 2006 zerstörte ein thailändischer Moslem die Statue mutwillig mit einem Hammer. Die Statue des Gottes wurde renoviert und nur wenige Monate später aufgestellt. Damit sich dieser Vorfall nicht wiederholt, wurde rund um die Uhr eine Wache postiert, welche den Schrein bewacht.

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